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14. Abraham zeugt Ismael

Letztes Mal haben wir gehört, dass Gott Abraham versprochen hat, dass er einen Sohn kriegt. Hat Abraham geglaubt? - Ja. Und Sarah? Hat sie geglaubt? - Nein, Sarah hat nicht wirklich geglaubt. Jetzt waren sie schon seit zehn Jahren im Land Kanaan und sie hatte immer noch keinen Sohn bekommen. Sie war sehr traurig. Daher schlug sie Abraham vor, er solle doch ein Kind mit ihrer lieben Magd Hagar zeugen. Dann würde sie den Sohn von Hagar wie ihren eigenen Sohn annehmen und das würde sie bestimmt froh machen.

Abrahm fand den Vorschlag gut und ging zu Hagar ein. Schon bald war sie schwanger. Doch leider wurde Hagar jetzt sehr stolz und sie begann Sarah zu verachten. Sie dachte: "Ich bin mehr Wert als Sarah, denn ich bekomme ein Kind, aber Sarah taugt nicht dazu, Kinder zu bekommen. Jetzt werde ich die Herrin sein, die Frau von Abraham, und Sarah soll meine Magd sein." Da wurde Sarah sehr traurig, weil sie von Hagar verachtet wurde und sie sagte zu Abraham: "Es tut mir ja so leid, aber mein Vorschlag war nicht gut, dir zu empfehlen, mit Hagar ein Kind zu zeugen. Jetzt will Hagar die Herrin sein und nicht mehr meine Magd. Sie will jetzt deine Frau sein und ich soll Magd sein." So schlimm war das. Da sagte Abraham: "Nein, du bist immer noch meine liebe Frau und ich stehe zu dir, auch wenn du bis jetzt kein Kind bekommen hast. Mach mit Hagar, was in deinen Augen gut ist." Da demütigte Sarah Hagar und sagte zu ihr: "Auch wenn du jetzt ein Kind von meinem Mann bekommst, bist du immer noch die Magd und ich bin die Herrin. Daran wird sich nichts ändern. Und wenn dir das nicht passt, dann kannst du gehen." Was glaubt ihr, war Hagar still und hat als Magd weiter gearbeitet? Nein, Hagar war nicht einverstanden, sie wollte selbst die Herrin sein und weil sie sich nicht unterordnen wollte, ging sie von Abraham und Sarah weg und floh in die Wüste.

Ging es Hagar dort ganz alleine in der Wüste gut? Ohne Abraham, ohne Sarah und ohne die anderen Kollegen und Freunde? Sie fand eine Wasserquelle in der Wüste und hatte zu trinken, aber sie war ganz einsam. Da sass Hagar ganz traurig und betete zu Gott, den sie durch Abraham und Sarah kennengelernt hatte. Da kam ein Engel Gottes zu ihr und sagte: "Hagar, Magd Sarahs, woher kommst du und wohin gehst du?" Sie sagte: "Ich bin vor Sarah, meiner Herrin geflohen." Da sagte der Engel zu ihr: "Hagar, geh zu deiner Herrin zurück und arbeite für sie wie vorher als Magd. Unterordne dich ihr und gehorche ihr. Dann verspreche Ich dir, dass Ich deine Nachkommen so sehr vermehren werde, dass man sie nicht zählen kann. Du wirst bald einen Sohn gebären; du sollst ihn Ismael nennen. Gott hat dein Gebet erhört. Doch dein Sohn wird wie ein Wildesel sein." Habt ihr schon einmal ein Kind gesehen, das wie ein Wildesel ist? Er musste wohl ganz zappelig, lebendig und bockig gewesen sein, d.h. mit allen streiten und alle stritten mit ihm. So ein Wildesel kann man ja kaum bändigen oder festhalten. Daher konnte er sich bestimmt immer gegen andere durchsetzen. Hagar war bestimmt nicht froh, dass ihr Sohn so bockig wie ein Wildesel werden würde, aber sie war froh, dass Gott sie getröstet hatte und sagte: "Du bist ein lebendiger Gott, der mich sieht." Und so nannte man auch den Brunnen, wo sie war, also "Brunnen des Lebendigen, der mich sieht".

Und Hagar ging zurück zu Abraham und Sarah und gebar Abraham einen Sohn und Abraham nannte ihn Ismael. Abraham war 86 Jahre alt, als Ismael geboren wurde.

 

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Vers zum auswendig lernen:

Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte: Du bist ein Gott der micht sieht!... 1.Mose 6,13

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