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Josua – „Jehova, der Retter“ - in Griechisch „Jesus“

 

Sieg über Jericho

Jehova: „Josua, geh mit dem Volk Israel über den Jordan ins Land, das Ich euch geben werde! Sei stark und mutig! Handle nach dem ganzen Gesetz, das Mein Knecht Mose dir geboten hat! Weiche nicht davon ab und sinne Tag und Nacht darüber nach, damit du Erfolg hast! Ich bin mit dir!“

Josua befahl den Aufsehern dem Volk zu sagen: „Versorgt euch mit einem Lebensmittelvorrat. In drei Tagen werden wir über den Jordan ziehen und das Land einnehmen, das Gott uns gibt!“ Sie sagten: „Alles, was du sagst, werden wir tun. Jeder, der sich deinem Befehl widersetzt, soll getötet werden!“

Josua sandte heimlich zwei Kundschafter aus, die sich das Land und Jericho ansehen sollten. Die Hure Rahab nahm als einzige die beiden für eine Nacht auf. Als der König von Jericho davon hörte, wollte er sie gefangen nehmen lassen. Doch Rahab versteckte die beiden unter den Flachsstängeln auf dem Dach und log: „Ja, sie waren bei mir. Aber ich wusste nicht, dass es Kundschafter sind. Bevor es dunkel wurde, sind sie wieder aus der Stadt hinausgegangen. Jagd ihnen nach, dann werdet ihr sie einholen!“ Und die Männer glaubten ihr. Rahab stieg aufs Dach und sagte zu den Kundschaftern: „Wir haben gehört, wie euer Gott euch aus Ägypten und durchs Rote Meer geführt hat, wie ihr Sihon und Og besiegt habt. Seither haben wir alle Angst vor euch. Schwört mir bei eurem Gott, weil ich euch Gnade erwiesen habe, dass ihr mir und meiner Familie auch Gnade erweisen werdet und uns am Leben lasst. Gebt mir ein zuverlässiges Zeichen.“ Das Haus von Rahab befand sich an der Stadtmauer. Die Kundschafter sagten: „Wir schwören, aber du musst diese rote Schnur, an der du uns herunterlässt, im Fenster festbinden und deine Familie bei dir versammeln, wenn wir wieder kommen. Nur so könnt ihr gerettet werden“. (Die rote Schnur ist ein Bild auf das Blut Christi, durch das wir errettet wurden.) Sie sagte: „Einverstanden. Verbergt euch nun drei Tage im Gebirge bevor ihr zu eurem Volk zurückkehrt, damit eure Verfolger nicht auf euch stossen.“ Josua freute sich und war ermutigt, als er hörte, dass sich die Bewohner vor ihnen fürchtete. Und er wusste, dass Gott ihnen das Land geben würde.

Josua zog mit dem Volk zum Jordan und wartete drei Tage. Dann sagte er zum Volk: „Heiligt euch! Seid bereit, wenn die Bundeslade sich erhebt und folgt ihr im Abstand von 2000 Ellen (1000 m). Morgen wird Jehova ein Wunder tun!“ Und zu den Priestern sagte er: „Hebt die Bundeslade auf und sobald eure Fussohle im Jordan stillstehen, wird das von oben herabfliessende Wasser abgeschnitten und wie ein Damm stehen bleiben. Dann sollen die Priester in der Mitte des Jordan stehen bleiben, bis das ganze Volk hinüber gezogen ist. Zwölf Männer, ein Mann pro Stamm, sollen dort in der Mitte des Jordan, wo die Füsse der Priester standen, zwölf Steine aufheben und sie zum Gedenken mitnehmen, damit die Kinder hören, was Gott für Sein Volk getan hat.“ Es war Erntezeit und der Jordan führte Hochwasser. Josua richtete in der Mitte des Jordan, wo die Füsse der Priester gestanden hatten, zwölf Steine auf, die bis heute noch dort sind. (Sie sind ein Bild auf unseren alten Menschen, der begraben wurde. Die anderen zwölf Steine, die die Israeliten zum Gedenken mitnahmen, sind ein Bild auf die Auferstehung aus den Toten.) Durch dieses Wunder machte Gott Josua in den Augen Israels gross, damit Israel sah, dass Gott mit Josua war, genauso wie Gott mit Mose war. Josua wurde dadurch gestärkt, die Führung im Krieg gegen die dämonischen Kanaaniter zu übernehmen. Josua richtete die zwölf Steine in Gilgal zum Gedenken auf. Die Könige der Amoriter und Kanaaniter hörten von diesem Wunder und hatten Angst vor Israel und ihrem Gott. Sie waren bereits besiegt, bevor Israel sie angriff.

Jehova sagte zu Josua: „Mach steinerne Messer und beschneide die Söhne Israel, denn sie wurden unterwegs in der Wüste nicht beschnitten. Dieser Ort soll Gilgal (Abwälzung) genannt werden, denn heute habe Ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt.“ (Im Neuen Testament töten wir durch den Geist die sündigen Taten des Fleisches - Röm. 8:13) Nach der Beschneidung feierten sie das Passah. Sie glaubten, dass so wie Gott das Volk Israel vor dem Pharao gerettet hat, Gott sie auch vor den Stämmen Kanaan erretten werde. (Der Herr Jesus hat das Passah mit dem Brot und Wein ersetzt, denn Er ist heute das wahre Passah für uns.) Nach dem Passah begann das Volk Israel das Land zu bewirtschaften und ass vom Ertrag, so dass das Manna vom Himmel nicht mehr nötig war. Nun war es Zeit, Jericho einzunehmen. Josua sah einen Mann mit gezücktem Schwert, bereit für den Kampf. Er fragte ihn: „Gehörst du zu uns oder zu den Feinden?“ Er sagte: „Ich bin der Oberste von Gottes Heer. Zieh deine Schuhe aus, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig!“ Josua fiel vor ihm nieder, betete an und gehorchte. Der Mann sagte: „Alle Kriegsleute sollen während sechs Tagen einmal um die Stadt herumziehen. Hinter ihnen sollen sieben Priester vor der Bundeslade hergehen und in die Widderhörner blasen. Ansonsten soll niemand etwas sagen. Am siebten Tag sollen sie sieben Mal um die Stadt herumziehen und fortwährend in die Widderhörner blasen. Am Schluss, wenn die Widderhörner anhaltend geblasen werden, soll das ganze Volk ein grosses Kriegsgeschrei erheben.“ Josua gebot dem Volk zu handeln und warnte, dass niemand etwas vom Silber, Gold, Geräte aus Bronze und Eisen nehmen sollte, denn dies sollte als Schatz Jehova gegeben werden. Sie machten es so und beim siebten Mal stürzte die Mauer in sich zusammen. Israel vollstreckte den Bann an Jericho, erschlugen alle Menschen, Rinder, Schafe, Esel und verbrannten die Stadt mit Feuer. Doch die Hure Rahab und ihre Familie liessen sie am Leben und nahmen sie auf. Josua sagte zum Abschluss: „Verflucht ist der, der die Stadt Jericho wieder aufbaut. Sein erstgeborener Sohn wird sterben, wenn er ihren Grund legt und sein jüngster Sohn wird sterben, wenn er ihre Tore einsetzt und der Aufbau fertig ist.“ Hiel baute Jericho in 1.Könige 16:34 wieder auf und seine Söhne starben, so wie es Josua vorhergesagt hatte. (Jeder Sünder ist wie eine befestigte Stadt, so wie Jericho. Daher müssen wir der Leitung des Herrn folgen, d.h. zuerst um die Sünder kreisen und für sie beten und nichts vom Herrn zu ihnen sagen. Zur rechten Zeit wird unser Wort Wirkung haben, die Mauern werden fallen und die Dämonen besiegt sein.)

 

Sieg über Ai

Achan stahl einen schönen Mantel, Silber und Gold und verscharrte es im Boden seines Zeltes. Da wurde Jehova zornig.

Josua sandte Kundschafter nach Ai und sie berichteten ihm, dass 2000-3000 Männer genügen, um Ai zu schlagen. Doch Ai war stark und tötete 36 Israeliten. Israel floh, war besiegt und hatte Angst. Josua zerriss seine Kleider, streute Asche auf seinen Kopf, fiel zusammen mit den Ältesten vor der Bundeslade nieder bis zum Abend und betete: „Was soll ich sagen, nachdem Israel sich fürchtete und geflohen ist? Alle Bewohner dieses Landes werden es hören und sie werden uns ausrotten. Was wirst Du dann für Deinen grossen Namen tun?“ Jehova sagte: „Steh auf! Warum fürchtest du dich? Einer von Israel hat sich versündigt und vom Gebannten gestohlen. Rottet denjenigen, der das getan hat aus mit allem, was zu ihm gehört. Sonst werde Ich nicht mehr mit euch sein!“ Am nächsten Morgen liess Josua die Stämme antreten und warf das Los. Gottes verordnende Hand war beim Werfen der Lose gegenwärtig und leitete das Ergebnis. Juda wurde getroffen. Dann warf er das Los über die Sippen und es traf die Sippe der Serachiter. Dann wurde das Haus Sabdi und dann Achan getroffen. Josua sagte zu Achan: „Mein Sohn, gib Jehova die Ehre und teile mir mit, was du getan hast.“ Achan sagte: „Es ist wahr, ich habe gegen Jehova gesündigt und einen schönen babylonischen Mantel, 200 Silberstücke und einen Goldbarren im Boden meines Zeltes verscharrt. Da nahm Josua Achan, seine Familie, Rinder, Esel, Schafe, Zelt, sowie das Silber, den Mantel und den Goldbarren und steinigte und verbrannte sie im Tal Achor, wo man bis heute noch den grossen Steinhaufen über ihm sieht. So wie Achan Unglück über das Volk Israel brachte, brachte Gott das Unglück über ihn und Jehova war nicht mehr zornig auf Israel.

Jehova sagte zu Josua: „Nimm das ganze Kriegsvolk mit, ca. 5'000 Männer sollen in der Nacht einen Hinterhalt legen. Die anderen 25'000 greifen die Stadt früh morgens an und fliehen wie beim ersten Mal vor ihnen. Sie werden uns nachsetzen bis wir sie von der Stadt abgeschnitten haben. Kein Krieger wird mehr in Ai sein. Dann kann der Hinterhalt die Stadt einnehmen und sie in Brand stecken. Die Beute und das Vieh dürft ihr dieses Mal unter euch aufteilen.“ Als die Männer von Ai den Rauch aus ihrer Stadt zum Himmel aufsteigen sahen, hatten sie keine Kraft mehr, um zu fliehen. 12'000 Leute von Ai fielen durch das Schwert. Josua brannte die Stadt nieder und liess den König von Ai bis am Abend am Baum hängen. Dann warfen sie seine Leiche an den Eingang des Stadttores und errichteten über ihm einen grossen Steinhaufen, der bis heute da ist. Josua baute einen Altar auf dem Berg Ebal und brachte Jehova Brandopfer und Heilsopfer dar. Und er schrieb auf die Steine die Gesetze Moses. Dann las er dem Volk Israel alle Worte des Gesetzes vor.

 

Der Bund mit Gibeon

Als die Könige der Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vom Sieg der Israeliten über Ai hörten, hatten sie Angst und versammelten sich, um gegen Israel zu kämpfen.

Die Gibeoniter hingegen verkleideten sich als Boten, die von weit her kamen und sagten zu Josua: „Wir sind deine Knechte! Schliesse mit uns einen Bund! Wir haben gehört, was euer Gott in Ägypten tat, was er den Königen der Amoriter, Sihon und Og tat. Wir kommen von weit her. Schau unser vertrocknetes Brot, das wir warm mitgenommen haben, schaut unsere zerrissene Weinschläuche, die neu waren und schaut unsere Kleider und Schuhe, die vom langen Weg abgenutzt sind.“ Josua und die Ältesten von Israel glaubten ihnen, fragten Jehova nicht, schlossen Frieden mit ihnen und schworen, sie am Leben zu lassen. Drei Tage später erfuhren sie, dass die Gibeoniter mitten unter ihnen wohnten, in Gibeon, Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim und sagten: „Warum habt ihr uns getäuscht und gesagt, dass ihr sehr weit weg von uns wohnt? Verflucht seid ihr! Ihr sollt für immer Knechte sein, Holzhauer und Wasserschöpfer für das Haus unsres Gottes!“

 

Sieg über die fünf Städte Jerusalem, Hebron, Jarmut, Lachisch, Eglon

Als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem vom Sieg über Ai und dem Bund mit Gibeon hörte, fürchtete er sich sehr und bat die vier Könige von Hebron, Jarmut, Lachisch und Eglon um Hilfe im Kampf gegen Gibeon. Gibeon war eine grosse Stadt, grösser als Ai, und alle seine Männer waren Krieger. Die fünf Könige belagerten mit ihren Heeren Gibeon. Da sandte Gibeon zu Josua ins Lager nach Gilgal und sagte: „Rette uns!“ Jehova sagte zu Josua: „Fürchte dich nicht! In deine Hand habe ich sie gegeben!“ Und Josua zog in der Nacht mit seinem ganzen Heer von Gilgal hinauf und kam plötzlich über sie. Jehova verwirrte die Feinde vor Israel. Als die Feinde vor Israel flohen, warf Jehova grosse Hagelsteine vom Himmel, so dass mehr Feinde umkamen als durchs Schwert. Damals sagte Josua zu Jehova: „Sonne steh still in Gibeon und Mond steh still im Tal Ajalon!“ Und die Sonne und der Mond blieben ungefähr einen ganzen Tag lang stehen, bis das Volk sich an seinen Feinden gerächt hatte. So einen Tag, wo Jehova so klar auf die Stimme eines Menschen gehört hatte, gab es nie wieder; denn Jehova kämpfte für Israel. Dann kehrte Josua mit seinem Heer ins Lager nach Gilgal zurück. Die fünf Könige versteckten sich jedoch in den Höhlen von Makkeda. Josua befahl: „Wälzt grosse Steine vor die Höhle und bewacht sie. Dann jagt euren Feinden nach und schlagt ihre Nachhut. Lasst sie nicht in ihre Städte kommen.“ So fügte ihnen Israel endgültig eine sehr schwere Niederlage zu, bis sie völlig aufgerieben waren. Danach kehrten sie im Frieden zu Josua nach Makkeda zurück. Josua rief alle Männer von Israel zusammen und sagte zu den Anführern: „Setzt eure Füsse auf die Nacken der Könige! Seid stark und mutig! Genauso wird Jehova mit all euren Feinden verfahren.“ Dann erschlug Josua die Könige und hängte sie an Bäumen auf bis zum Abend. Dann warf man sie in die Höhle und legte grosse Steine vor die Höhlen, die bis heute noch da sind. An demselben Tag schlug Josua Makkeda. Dann kämpfte er gegen Libna, gegen Lachisch, gegen den König von Geser, der kam, um Lachisch zu helfen, gegen Eglon, gegen Hebron, gegen Debir und schlug sie alle, denn Jehova kämpfte für Israel. Dann kehrte Josua mit Israel ins Lager nach Gilgal zurück.

Und Jabin, der König von Hazor, hörte von den Siegen Israels und tat sich im Kampf gegen Israel mit den Königen von Madon, Schimron, Achschaf, den Kanaanitern, Amoritern, Hetitern, Perisitern, Jebusitern und Hewitern zusammen. Hazor war damals die Hauptstadt all dieser Königreiche. Sie waren zahlreich wie der Sand am Meer und kamen mit vielen Pferden und Wagen. Jehova sagte zu Josua: „Fürchte dich nicht! Morgen um diese Zeit werde Ich sie alle erschlagen haben. Ihre Pferde sollst du lähmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.“ Und Josua überfielen sie plötzlich am Wasser Merom und sie schlugen sie, so dass keiner entrinnen konnte. Er lähmte ihre Pferde, verbrannte ihre Wagen und verbrannte die Hauptstadt Hazor. Die anderen Städte, die auf den Hügeln standen, verbrannte Israel nicht. Doch alle Menschen schlugen sie mit dem Schwert nieder und plünderten das Vieh für sich. Es gab keine Stadt, die sich den Söhnen Israel friedlich ergab, ausser den Hewitern, die in Gibeon wohnten, denn Jehova hatte bewirkt, dass sie ihr Herz verstockten, damit an ihnen der Bann vollstreckt würde, so wie Er es Mose befohlen hatte. Und so rottete Josua die Enakiter (eine Rasse aus Riesen, die gemäss 4.Mose 13,33 von Nephilims kamen. 1.Mose offenbart, dass die Nephilim die Folge einer bösen vereinigung zwischen den Töchtern des Menschen und den gefallenen Engeln waren. Dämonen besessene Menschen, Götzenanbeter) aus im Gebirge Hebron, Debir, Anab. Nur in Gaza, in Gat und Aschdod blieben sie übrig. Und das Land hatte Ruhe vom Krieg. Jenseits des Jordan, im Osten, schlug Mose und das Volk Israel Sihon, den König der Amoriter und Og, den König von Baschan und gab dieses Land den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse. Diesseits des Jordan, im Westen, schlug Josua und das Volk Israel 31 Könige: Jericho, Ai, Jerusalem, Hebron, Jarmut, Lachisch, Eglon, Geser, Debir, Geder, Horma, Arad, Libna, Adullam, Makkeda, Bethel, Tappuach, Hefer, Afek, Saron, Madon, Hazor, Schimron-Meron, Achschaf, Taanach, Megiddo, Kedesch, Jokneam am Karmel, Dor, Gojim, Tirza.

J
ehova sagte zu Josua: „Du bist alt und hochbetagt. Viel Land muss noch in Besitz genommen, nämlich das Land der Philister (Gaziter, Aschdoditer, aschkelonier, Gatiter, Ekroniter, Awiter), der Kanaaniter, der Gebaliter, der Sidonier. Ich Selbst werde sie vor Israel vertreiben. Und nun verteile dieses Land als Erbteil an die neun Stämme und den halben Stamm Manasse.“ Da sagte Kaleb, der aus dem Stamm Juda war, in Gilgal zu Josua: „Vierzig Jahre alt war ich, als Mose mich sandte, das Land auszukundschaften. Ich bin Jehova treu nachgefolgt. Damals schwor mir Mose, dass das Land, auf dem ich gestanden bin, mein Erbteil sein soll. Ich bin heute 85 Jahre alt und immer noch so stark wie damals. Gib mir dieses Gebirge, wo Jehova mir damals versprochen hat. Vielleicht ist Jehova mit mir und hilft mir, die Enakiter (Riesen) zu vertreiben.“ Josua segnete Kaleb und gab ihm Hebron, das früher Kirjat-Arba hiess. Und Kaleb sagte: „Wer Kirjat-Sefer (Debir) einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau.“ Otniel, der Sohn von Kalebs Bruder, nahm es ein und erhielt Achsa zur Frau. Und Achsa sagte zu Kaleb: „Du hast mir ein dürres Südland gegeben. Gib mir nun auch einen Segen, Wasserquellen.“ Da gab er ihr die oberen und die unteren Quellen. Die Söhne Juda konnten die Jebusiter nicht vertreiben, so dass diese bis zum heutigen Tag in Jerusalem mit ihnen zusammen wohnen. Auch die Kanaaniter, die in Geser wohnten, blieben inmitten von Ephraim bis zum heutigen Tag und wurden zu fronpflichtigen Knechten. Und Zelofhad, eine Sippe Manasses, hatte keine Söhne, nur Töchter, nämlich Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza. Und sie sagten zum Priester Eleasar und zu Josua: „Jehova hat Mose geboten, uns ein Erbteil unter unseren Brüdern zu geben.“ Da gab er ihnen einen Erbteil. So wurden die Schwächeren, die Frauen, von den Stärkeren, ihren Brüdern, gestärkt, so dass sie ihr Erbe geniessen konnten. Josua selbst erhielt die Stadt Timnat-Serach im Gebirge Ephraim. In Silo richteten sie die Stiftshütte auf. Jehova sagte zu Josua: „Bestimmt Zufluchtsstädte, damit dorthin ein Totschläger fliehen kann, der jemanden aus Versehen, unabsichtlich erschlagen hat. Er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat, bis zum Tod des Hohepriesters, der in jenen Tagen sein wird. Dann mag der Totschläger zurückkehren.“ Und sie heiligten fünf Städte, nämlich Kedesch in Galiläa im Gebirge Naftali, Sichem im Gebirge Ephraim, Hebron im Gebirge Juda, Bezer in der Wüste vom Stamm Ruben und Ramot in Gilead vom Stamm Gad. (Heute ist unsere Zuflucht Christus und durch den Tod Christi werden wir befreit.) Dem Stamm Levi gab Mose keinen Erbteil, denn Jehova selbst ist ihr Erbteil. Die Söhne des Priesters Aaron von den Leviten erhielten 13 Städte von Juda, Simeon, Benjamin; die Söhne Kehats erhielten 10 Städte Ephraim, Dan und vom halben Stamm Manasse; die Söhne Gerschon erhielten 13 Städte von Issaschar, Asser, Naftali und vom halben Stamm Manasse; die Söhne Merari erhielten 12 Städte von Ruben, Gad und Sebulon. Und Jehova verschaffte ihnen Ruhe ringsumher.

Josua segnete die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm Manasse: „Geht wieder zu euren Zelten jenseits des Jordans und achtet genau darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, das Mose euch befohlen hat: liebt Jehova und wandelt auf Seinen Wegen, hängt Ihm an mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele!“ Diesseits des Jordans bauten die drei Stämme einen grossen Altar. Als Israel das hörte, versammelten sie sich in Silo, um gegen die drei Stämme zum Krieg hinaufzuziehen. Doch vorgängig sandten sie Pinhas, den Sohn des Priester Eleasar zu ihnen und liessen ihnen sagen: „Was ist das für eine Untreue? Warum baut ihr einen Altar und lehnt euch damit gegen Jeohva auf? Ihr dürft nicht neben dem Altar Jehovas nochmals einen Altar bauen.“ Sie sagten: „Nein, wir hatten nicht vor uns aufzulehnen und wollten uns auch nicht abspalten von euch. Vielmehr taten wir dies aus Besorgnis, damit eure Söhne nicht von uns sagen, wir hätten nichts mit Jehova zu tun und keinen Anteil am Herrn. Jehova hat mit dem Jordan eine Grenze zwischen uns und euch gesetzt. Dieser Altar soll ein Zeuge zwischen uns und euch sein, dass Jehova Gott ist. Kein Brandopfer oder Schlachopfer soll darauf geopfert werden.“ Und es war in den Augen des Priester Pinhas und der Fürsten der Gemeinde gut so.

Und nach vielen Tagen, nachdem Jehova Israel Ruhe verschafft hatte vor seinen Feinden, rief der hochbetagte Josua ganz Israel in Sichem zusammen, alle Älteste, Häupter, Richter, Aufseher und sagte: „Jehova hat für euch gekämpft. Die übrigen Nationen wurden euch durch das Los zugeteilt. Und Jehova wird sie vor euch vertreiben. So achtet um eures Lebens willen genau daruaf, Jehova, euren Gott, zu lieben! Wenn ihr euch mit den Nationen verschwägert, sollt ihr mit Sicherheit wissen, dass Jehova nicht fortfahren wird, diese Nationen vor euch zu vertreiben. Sie werden euch zum Fangnetz, zur Falle, zu Stacheln in euren Augen werden, bis ihr aus diesem guten Land weggerafft werdet, das Jehova euch gegeben hat. Denkt daran, wie Jehova Abraham herausgerufen hatte, wie Er Israel aus Ägypten heraufgeführt hat, wie Er euch in der Wüste versorgt hat, wie Er die Amoriter jenseits des Jordan besiegt hat, wie Er euch durch den Jordan geführt hat, wie Er die Bürger von Jericho, die Amoriter, Perisiter, Kanaaniter, hetiter, Girgaschiter, Hewiter, Jebusiter in eure Hand gab. Er gab euch ein Land, um das ihr euch nicht bemüht hattet und Städte, die ihr nicht gebaut hattet und nun doch darin wohnt. Ihr esst von Weinbergen und Ölbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt. So fürchtet nun Jehova und dient Ihm in Aufrichtigkeit und Treue. Tut die Götter weg, denen eure Väter in Ägypten gedient haben und dient Jehova. Ich und mein Haus wollen Jehova dienen.“ Das Volk sagte: „Auch wir wollen Jehova dienen, denn Er ist unser Gott!“ Josua sagte: „Wenn ihr Jehova verlasst und fremden Göttern dient, wird Er sich von euch abwenden und euch Böses antun.“ Das Volk sagte: „Nein, wir wollen Jehova dienen!“ Josua sagte: „Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr selbst Jehova gewählt habt, um Ihm zu dienen! So tut nun die fremden Götter weg, die unter euch sind!“ So schloss Josua einen Bund für das Volk und setzte Ordnung und Recht in Sichem fest. Und er nahm einen grossen Stein, richtete ihn unter der Terebinthe, die beim Heiligtum Jehovas steht, auf und sagte: „Dieser Stein soll Zeuge sein, denn er hat alle Worte des Herrn gehört, die Er mit uns geredet hat. Er soll Zeuge sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet.“ Josua starb im Alter von 110 Jahren und man begrub ihn in seinem Erbteil in Timnat-Serach. Und Israel diente Jehova alle Tage der Ältesten, die Josua überlebten und das ganze Werk Jehovas kannten, das Er für Israel getan hatte. Und die Gebeine Josephs, die die Söhne Israel aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem auf dem Feldstück, das Jakob von den Söhnen Hemors für 100 Kesita gekauft hatte und den Söhnen Josephs als Erbteil gegeben worden war. Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Und sie begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinhas, der ihm auf dem Gebirge Ephraim gegeben worden war.

 

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