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Jesaja

 

Gott spricht: „Ich habe Kinder grossgezogen, aber sie haben mich verlassen. Ein Esel kennt die Krippe seines Herrn. Aber mein Volk zeigt keine Einsicht und weiss weniger als ein Esel. Sie kennen Mich nicht und den Ort, wo sie Nahrung finden nicht. Sie sind wie Sodom und Gomorra geworden. Ich habe ihre Brandopfer und eure Feste satt. Auch wenn sie noch so viel beten, höre Ich nicht, denn sie sind böse wie eine Hure, wie Mörder. Sie lieben Bestechungen und jagen Geschenken nach. Sie sind voller Wahrsager und Zauberer, wie die Philister. Sie nahmen die Bräuche der Heiden an. Ihre Zunge und Taten sind gegen Mich. Die Frauen sind stolz, hochmütig und eitel.

Ich muss sie züchtigen. Sie müssen sich demütigen. Ich werde ihre Führer, die ihnen zu Nahrung verhelfen, wegnehmen und dann werden sie ein Chaos haben und nur ein Überrest, Zion, wird überleben.

Wascht euch! Reinigt euch! Lernt Gutes zu tun! Weist die Unterdrücker zurecht! Verhelft den Waisen und Witwen zu ihrem Recht! Dann werde Ich euch vergeben. Wenn eure Sünden rot wie Purpur sind, wie Schnee sollen sie weiss werden. Ich werde eure Richter wiederherstellen und ihr werdet zur Stadt der Gerechtigkeit, zur treuen Stadt werden. Mit Erdbeben werde ich die stolzen Nationen mit ihrem Gold und ihren Götzen richten. Doch in dieser schweren Zeit werde ich meinen Spross senden und mein Spross wird der Schmuck des Überrestes meines Volkes sein.“ Denn wer Christus zum Zentrum seines Lebens macht, wird eine erhöhte Menschlichkeit haben und das ist der Schmuck.

 

Jesaja spricht: Gottes Volk war böse und enttäuschend. Und dann starb zu allem hin der gute König Usija. Doch in dieser schweren Zeit erschien mir Gott. Er sass auf einem herrlichen Thron. Seraphime verdeckten mit zwei von ihren sechs Flügeln ihr eigenes Gesicht, mit zwei Flügeln ihre Füsse und mit weiteren zwei Flügeln flogen sie herum und lobten Gott: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen! Die ganze Erde ist erfüllt mit Seiner Herrlichkeit!“ Da bebte die Erde feierlich und Rauch erfüllte das Haus. Es war als wenn die Herrlichkeit in Ehrfurcht brennen würde. Da fürchtete ich mich sehr und meinte sterben zu müssen. Ich war völlig bloss gestellt und am Ende. Denn ich bin ein unreiner Mensch, der oft kritisiert und sich beklagt, doch ich hatte den heiligen Gott gesehen. Da flog ein Seraphim zu mir und berührte meinen Mund mit einer glühenden Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte und sagte: „Deine Sünden sind dir vergeben und du bist gereinigt.“ Dann sagte Gott zu mir: „Wen soll Ich senden? Wer wird für Uns gehen?“. Ich sagte: „Sende mich!“ Gott sagte: „Sage zum Volk: Ihr seid nicht einsichtig und darum werdet ihr nicht geheilt werden!“ Ich fragte: „Wie lange soll das noch so gehen?“ Gott sagte: „Ich werde euch weit fortschicken und Jerusalem wird verwüstet werden.“ Das geschah 758 v.Chr. Später, im Jahr 606 v.Chr., kamen die Babylonier, verwüsteten Jerusalem und führten die wichtigen Menschen weg.

 

Der König von Aram, Rezin und der König Israels, Pekach, zogen in den Kampf gegen den König Judas, Ahas, den Urenkel vom guten König Usija. Sie liessen sich in Ephraim, das ist nördlich von Jerusalem, nieder. Ahas hatte Angst. Da sagte Gott zu Jesaja: „Geh zu Ahas und sag ihm, dass er keine Angst haben soll. In 65 Jahren wird Ephraim zerstört sein. Glaube dies und du wirst überleben. Fordere ein Zeichen, damit du glauben kannst.“ Ahas sagte: „Ich will kein Zeichen fordern und Gott nicht prüfen. Ich glaube.“ Da sagte Gott durch Jesaja zu Ahas: „Ich werde dir trotzdem das folgende Zeichen geben. Eine Jungfrau wird einen Sohn gebären und sie wird ihn Immanuel nennen. Er wird von Rahm und Honig leben, weil das Land von den beiden bösen Königen, Rezin und Pekach verwüstet worden war. Doch sobald der Sohn das Gute vom Bösen unterscheiden kann, werden die beiden bösen Könige Ephraim verlassen haben.“ Später sagte Gott zu Jesaja: „Der Name deines Sohnes soll Schnell-Beute sein. Denn bevor dein Sohn „Vater, Mutter“ sagen kann, wird der König von Assur die Schätze in Ephraim rauben und die beiden Könige besiegen im Land Immanuels.“ (Der Sohn von Jesaja war die eigentliche Erfüllung vom Zeichen Gottes an Ahas. Aber die wahre Erfüllung dieses Zeichens ist natürlich Jesus Christus.) „Immanuel wird das Heiligtum sein für die Positiven und ein Stein des Anstosses für die Negativen, die Pharisäer und jüdischen Führer. Immanuel wird in Bethlehem geboren werden, aber in Nazareth aufwachsen. Daher wird Er für viele intelligente Menschen des oberen Standes zu einem Stolperstein werden. Ich wähle meistens die Schwachen, Niedrigen, Verachteten, damit sich niemand vor Mir rühmen kann. Bewahre diese Worte und befrage nicht die Totengeister oder Wahrsagegeister! Nochmals! Das Volk, das im Dunkel lebt, wird ein grosses Licht sehen. Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben und die Herrschaft ruht auf Seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens, Immanuel. Er wird sie befreien von der Knechtschaft und ihnen Frieden geben, denn dank Ihm herrscht Gerechtigkeit. Der Wolf wird beim Lamm weilen und der Leopard beim Böckchen lagern. Das Kalb und der Junglöwe und das Mastvieh werden zusammen sein und ein kleiner Junge wird sie hüten. Kuh und Bärin werden miteinander weiden. Der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Der Säugling wird spielen mit der Schlange. Niemand wird mehr etwas Böses tun. Den Tod werde Ich verschlingen auf ewig und die Tränen abwischen von jedem Gesicht. An diesem Tag werde Ich für den Überrest Meines Volkes zur herrlichen Krone und zum prächtigen Kranz werden. Als Krone bin Ich ihre Herrlichkeit, aber als Kranz, der voller Juwelen und Edelstein ist, werde Ich ihre Schönheit sein. Immanuel ist in Seiner Fleischwerdung ein Spross aus dem Stumpf Isais, der in der Auferstehung zum Schössling aus der Wurzel wird, d.h. Er ist von niedrigem Stand, wächst in einem verachteten Gebiet auf und Er wird Frucht bringen. Auf Ihm wird ruhen der Geist Gottes, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Ehrfurcht Gottes. Er wird in Zion der Grundstein sein, der bewährte Stein, der kostbare Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht in Panik und Stress geraten, sondern Frieden haben. Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Wie schwebende Vögel werde ich Jerusalem beschirmen, erretten, schonen und befreien. Soviel zum Zeichen.

Aber nun, da das Volk Israel böse geworden ist, werde ich den König von Assur schicken, um euch zu züchtigen. Er wird wie das Seeungeheuer Leviatan sein, ein grosser Drachen, und er wird über die Stränge hauen. Dann werde ich seinen Hochmut und Stolz richten. Ephraim wird danach nicht mehr eifersüchtig auf Juda sein und Juda wird Ephraim nicht mehr bedrängen. Zusammen werden sie die Söhne des Ostens, Edom, Moab und Ammon besiegen. Dann werde Ich den grossen Strom Euphrat in sieben Bäche zerschlagen, so dass man zu Fuss hindurchwaten kann. So kann der Überrest Israels aus Assur heimkehren, ähnlich wie damals Israel aus Ägypten auszog und Israel wird beginnen, Mir, dem Gott Israel zu vertrauen und Mich wieder anzubeten. Denn Mein Mund hat es befohlen und Mein Geist hat sie zusammengebracht. Mein Geist wird über sie ausgegossen werden. Und mit Freuden werden sie Wasser schöpfen aus den Quellen der Errettung und an jenem Tag sagen: ,Preist den Herrn, ruft Seinen Namen aus, macht unter den Völkern Seine Taten bekannt, verkündet, dass Sein Name hoch erhaben ist! Lobsingt dem Herrn, denn Herrliches hat Er getan! Das soll auf der ganzen Erde bekannt werden. Jauchze und juble, Bewohnerin von Zion! Denn gross ist in deiner Mitte der Heilige Israels. (Lobpreis 1340)' Und die Erlösten werden den heiligen Weg hinaufziehen. Und die Befreiten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen und Kummer und Seufzen werden entfliehen (Lobpreis 1341)“

 

Jesaja erzählt: Nebst der Nation Assur brauchte Gott weitere Nationen, so wie Babylon, Philistäa, Moab, Damaskus, Kusch, Ägypten, Arabien, Jerusalem, Tyrus, um Sein Volk zu züchtigen. Doch Gott muss alle Nationen richten, damit der Weg für Christus, den Erretter gebahnt werden kann. Christi Wiederkommen ist die einzige Lösung für die Weltsituation. Und so beten wir heute, dass Christus wiederkommt, um zu richten und alles in Ordnung zu bringen.

Die schlimmste Nation ist Babylon. Babylon wird von Gott im Bild, das Er Nebukadnezar in Daniel 2 zeigte, als Haupt betrachtet. Babylon zerstörte den Tempel, nahm Gottes Volk gefangen und stahl Kostbares aus dem heiligen Tempel. Hinter den bösen Nationen steht Satan. Der König Babylons, Nebukadnezar, ist eins mit Satan. Er ist der Glanzstern, der Sohn der Morgenröte, der vom Himmel gefallen ist, weil er so stolz ist und sich Gott gleichmachen wollte.

Gott richtete Assur nicht durch das Schwert von Menschen, sondern durch Sein Feuer in Zion und Seinen Ofen in Jerusalem, weil sie Israel Lasten auferlegten, Moab, weil sie stolz waren, Damaskus (Hauptstadt Arams), weil es in Israel einmarschierte, Kusch, weil sie alles zertreten, Ägypten, weil es voller Götzen und Wahrsagern ist, Arabien, weil sie im Kampf hart waren und den Krieg liebten, Jerusalem, weil sie Gott nicht respektierten, Tyrus, weil sie stolz über ihre Schönheit waren und Menschen ehrten.

Das Ergebnis von Gottes Gericht über die Nationen ist, dass Gott sich über Israel erbarmt und es nochmals erwählt, dass Moab Gott ein Opfer darbringt in Zion und Israels Rat und Schutz sucht, dass Israel auf Gott schaut, der sie gemacht hat, dass Kusch Gott Gaben darbringt, dass Ägypten Gott einen Altar in ihrem Land baut und zusammen mit Assur und Israel Gott anbetet.

Die drei Höhepunkte der Ergebnisse von Gottes Gericht über die Nationen sind erstens, dass ein Thron im Zelt Davids aufgerichtet wird und der, der darauf sitzt, Christus, richtet in Gerechtigkeit (16,5; 32,1). Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit für ewig (32,17). Zweitens wird Gott den Ägyptern Christus als Retter senden und sie erretten (19,20b), und drittens sehen wir in Eljakim (22,20-25) ein Bild auf Christus, denn wir sehen in Offb. 3,7, dass die Schüssel Davids Christus gegeben wurden. Eljakim ersetzte Schebna, den Haushalter des Königs. Als erster wollte Satan Gott ersetzen. Doch jetzt müssen wir mit Christus ersetzt werden, d.h. Er soll in und durch uns leben. Wir sind alle wie Schebna und müssen mit Christus ersetzt werden (Lobpreis 541). Christus wird für die Bewohner von Jerusalem und dem Haus Juda sechs wunderbare Aspekte sein:

  1. Christus ist der Haushalter des grössten Haushaltes, des Haushaltes Gottes. Je mehr Christus uns als der Haushalter mit dem Reichtum Gottes dient, desto mehr geniessen wir Ihn und desto mehr herrscht Er in unserem Innern, ja desto mehr erkennen wir, dass Er unsere Quelle und Versorgung ist.

  2. Christus ist der Vater,

  3. Christus trägt die Schlüssel des Hauses Davids auf seinen Schultern. Wenn wir Christus beleidigen, dann ist die Türe in unserer Erfahrung geschlossen und wir können Gottes Reichtum nicht geniessen. Doch Christus hat die Schlüssel, um die Türe aufzutun. Halleluja!

  4. Christus ist ein Pflock, der an einem festen Ort, also im dritten Himmel (2.Kor.12,2b), in Gott den Vater eingeschlagen wurde. Der dritte Himmel ist mit Gott gleichzusetzen, denn der verlorene Sohn sündigte gegen den Himmel, also gegen Gott (Lk. 15,18),

  5. Christus ist ein Thron der Herrlichkeit für Gott den Vater (22,20-25),

  6. An Christus hängt die Herrlichkeit des Vaters und die Herrlichkeit des Vaters sind Seine Kinder, wir. Wir Kinder Gottes sind Gefässe, die Gottes Reichtum enthalten. Die kleineren Gefässe enthalten vor allem Wasser und die grösseren Wein. Als wir gerettet wurden, empfingen wir Christus als das lebendige Wasser und dieses Wasser wurde in uns zu Wein.

 

Jesaja erzählt ein praktisches Beispiel:

Sanherib, der König Assurs sandte im 14ten Regierungsjahr Hiskias, des Königs Judas, den Rabschake (Obermundschenk und Regierungsbeamter) mit einer grossen Armee zu König Hiskia. Eljakim, Schebna und Joach redeten mit ihm. Der Rabschake sagte: „Sagt zum König Hiskia folgendes: warum bist du gegen mich? Ich bin gekommen, um dein Land zu zerstören.“ Da sagte Eljakim und seine Begleiter zu ihm: „Rede bitte in aramäisch, nicht in judäisch, damit uns das Volk, das auf der Mauer sitzt, nicht versteht.“ Da redete der Rabschake extra laut und in judäisch und sagte zu allen: „Alle sollen es hören. Hiskia kann euch nicht vor mir retten und euer Gott auch nicht. Wir werden euch besiegen!“ Da schwiegen alle und keiner sagte ein Wort, denn der König Hiskia hatt befohlen, dass man ihm nicht antworten solle. Als Hiskia die Nachricht hörte, dass der Rabschake den lebendigen Gott gelästert hatte, zerriss er seine Kleider, hüllte sich in ein Sacktuch und betete im Haus Gottes. Und Jesaja sagte zu Hiskia: „Gott sagt: Fürchte dich nicht vor dem Angriff der Assurer. Ich will dafür sorgen, dass er ein Gerücht hört und in sein Land zurückkehrt. Dort wird er umkommen.“ Sanherib kämpfte inzwischen gegen Libna. Als Sanherib hörte, dass der äthiopische König von Kusch anrückte, um gegen ihn zu kämpfen, schrieb er Hiskia einen Brief, dass er danach kommen werde, um Jerusalem zu einzunehmen und dass Hiskias Gott ihn gewiss nicht erretten würde. Denn schliesslich hatte auch Hiskia gehört, dass Assur bereits viele Länder eingenommen hatte. Da ging Hiskia mit dem Brief ins Haus Gottes und betete zu Gott: „Herr, höre und sieh all diese Worte, mit denen Sanherib Dich, den lebendigen Gott lästert. Es ist wahr, dass die Könige von Assur alle Nationen eingenommen haben und ihre Götter verbrannt haben. Aber es waren ja keine Götter, sondern ein Werk aus Menschenhände und so konnte man sie vernichten. Herr, rette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass Du allein der Herr bist!“ Da sagte Jesaja zu Hiskia: „So spricht der Herr: Ich habe die Lästerungen vom Prahlhans Sanherib gehört. Ich habe es zugelassen, dass Assur Städte verwüstet. Doch nun werde Ich ihn zügeln und wie einen störrischen Gaul bezwingen. Er wird die Stadt Jerusalem nicht angreifen, denn Ich werde diese Stadt beschützen um Meinetwillen und um Meines Knechtes David willen.“ Da zog ein Engel aus und schlug in der Nacht im Lager von Assur 185'000 Mann durch die Pest. Sanherib zog ab und ging nach Hause. Und als er im Haus seines Gottes Nisroch betete, erschlugen ihn zwei von seinen Söhnen.

Nach dieser Befreiung wurde Hiskia todkrank und er betete zum Herrn. Da sagte Gott: „Ich werde dir 15 Jahre dazu geben. Ich werde dir ein Zeichen geben zur Bestätigung und zwar werde ich den Schatten der Sonnenuhr zehn Stufen zurückkehren lassen.“ Hiskia lobte Gott für seine Genesung.

Als der babylonische König Merodach hörte, dass Hiskia todkrank gewesen und wieder gesund geworden war, schickte er ihm einen Brief und Geschenke. Und Hiskia freute sich so sehr darüber, dass er ihn einlud und ihm sein ganzes Schatzhaus zeigte. Er machte eine Show, prahlte mit seinem Reichtum und zeigte ihm alles, was er hatte an Silber, Gold und köstlichen Ölen. Das nennt man Selbstverherrlichung. Da sagte Jesaja: „Du hättest ihm nichts zeigen sollen. Das war dumm. Nun wird nichts übrig bleiben, sondern eines Tages alles nach Babylon weggebracht werden. Und deine Söhne werden als Hofbeamte im Palast des Königs dienen müssen.“ Da sagte Hiskia: „Na ja, wenn das noch so lange dauert und ich den Rest meines Lebens in Friede und Sicherheit leben kann, ist es ja egal.“ Hiskia kümmerte sich nicht um Gott und nicht einmal um seine Kinder. Er war völlig egoistisch und versagte, wegen seiner Selbstherrlichkeit und egoistischen Interessen.

 

Gott spricht: „Tröstet Mein Volk! Die Schuld ist vergeben, denn es hat das Doppelte empfangen für alle seine Sünden. Eine Stimme soll rufen: Bahnt in der Wüste den Weg für den Herrn. Das wird Johannes der Täufer sein. Und die Herrlichkeit Gottes, Jesus, wird offenbart werden. Alles Fleisch ist Gras, das verdorrt. Aber Mein Wort besteht in Ewigkeit. Ich bin euer Gott, der euch mit Kraft stärkt und wie ein Hirte weidet. Die Nationen sind wie Tropfen am Eimer. Wer ist es, der die Himmel ausspannt? Wer hat alles erschaffen? Mit wem wollt ihr Mich vergleichen? Ich gebe dem Müden Kraft. Wer auf mich hofft, gewinnt neue Kraft und hebt die Schwingen empor wie ein Adler, läuft und ermattet nicht.“

 

Jesaja braucht drei Bilder, die ein Bild auf Christus sind und zeigen, wie Christus Gott dient: 1. den persischen Kaiser Kyrus, 2. den Propheten Jesaja, 3. Israel.

 

Jesaja lebte 740-701 v.Chr. Der persische Kaiser Kyrus der Grosse befreite 539 v.Chr. Israel aus der Gefangenschaft. Er dultete keine Sklaven, erlaubte Religionsfreiheit und sandte Israel mit dem Schatz ihrer Väter nach Hause, dass sie den Tempel Gottes und Jerusalem aufbauen sollten.

 

Gott spricht: Wer hat Kyrus erweckt? Ich habe ihn erweckt. Er ist Mein Gesalbter. Ich liebe ihn. Vor ihm werde Ich herziehen und die Nationen unterwerfen. Um Meines Knechtes Israel willen habe Ich ihn berufen. Er wird Meine Stadt bauen und Meine Weggeführten freilassen.

Du aber, Israel, Mein Knecht, habe keine Angst, denn Ich bin dein Gott und Ich stärke dich. Ich mache dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun, um Gefangene zu befreien. Ich habe meinen Geist auf dich gelegt und er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen. Er wird nicht schreien und sich selbst nicht gross und bekannt machen. Das geknickte Rohr wird er nicht brechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Er ist voller Barmherzigkeit. Ich habe dich geläutert und um Meines Namens willen Meinen Zorn zurückgehalten. Israel, fürchte dich nicht, denn Ich habe dich erlöst, weil du teuer, wervoll bist in Meinen Augen und weil Ich dich liebhabe. Ausser Mir gibt es keinen Retter. Denk nicht an das Frühere und das Vergangene achte nicht. Siehe, Ich wirke Neues. Du hast Mir Arbeit gemacht mit deinen Sünden und Mich ermüdet. Doch um Meinetwillen will Ich deine Sünden vergessen und vergeben. Ich bin der Erste und bin der Letzte und ausser Mir gibt es keinen Gott. Ja, jedes Knie wird sich vor Mir beugen, jede Zunge sagen: Nur im Herrn ist Gerechtigkeit und Stärke. Ich habe dich gebildet, du bist Mein Knecht. Israel, du wirst nicht von Mir vergessen. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt zu deinem Nutzen, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst. Ach, hättest du doch auf Meine Gebote geachtet! Dann wäre dein Friede wie ein Strom gewesen und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres. Ich bin es, der dich tröstet. Und die Befreiten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel und ewige Freude wird über ihrem Haupt sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen, Kummer und seufzen werden entfliehen. Ich habe Meine Worte in deinen Mund gelegt und sage zu Zion: Mein Volk bist du!

Schau! Mein Knecht wird einsichtig handeln und erhöht werden. Viele werden über ihn entsetzt sein, weil sein Aussehen nicht schön ist, aber auch erstaunt, weil sie Wunder sehen, die sie noch nie gesehen haben und Dinge hören, die sie noch nie gehört haben. Er ist wie ein Spross aus trockenem Erdreich. Keiner freut sich an seinem Aussehen. Er wird verachtet sein und von den Menschen verlassen, ein Mann, der mit Schmerzen und Leiden vertraut ist.

 

Jesaja spricht: Wir hielten ihn für einen, der von Gott bestraft wurde. Er hat unsere Leiden und Schmerzen getragen, Er wurde für unsere Sünden durchbohrt. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden und Heilung haben. Er tat Seinen Mund nicht auf und war still wie ein Lamm, das zur Schlachtung geführt wird. Man gab ihm bei den Verbrechern ein Grab. Doch Gott verhinderte dies und führte Seine Gerechtigkeit aus, indem Er Ihn ins Grab eines Reichen legen liess. Doch dem Herrn gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Der Gerechte wird vielen zur Gerechtigkeit verhelfen und ihre Sünden auf sich selbst aufladen. Weil er in den Tod ging und sich zu denVerbrechern zählen liess, weil er die Sünden vieler trug und für die Verbrecher Fürbitte tat, wird der Herr ihm Anteil geben unter den Grossen und er wird mit ihnen Anteil an der Beute haben. Mit der Beute sind die Gefangenen gemeint, die er auf seinem Siegeszug gegen Satan gemacht hat. Juble und jauchze, du Unfruchtbare, die nicht geboren hat, und keine Wehen gehabt hat. Denn die Söhne der Einsamen sind zahlreicher als die Söhne der Verheirateten. Dein Ehemann ist dein Schöpfer, der Herr der Heerscharen. Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen, aber mit ewiger Gnade werde ich mich über dich erbarmen, spricht Gott, dein Erlöser. Die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der Herr, dien Erbarmer. Auf, ihr Durstigen, alle, kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst! Ja, kommt, kauft ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch! Sucht den Herrn, und er wird sich finden lassen. Ruft ihn an und er ist nahe. Gott ist reich an Vergebung. In Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die Berge und die Hügel werden jubeln und die Bäume des Feldes werden in die Hände klatschen. In der Höhe und im Heiligen wohne Ich und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen. Soll ich Mich über euer Fasten freuen, wenn ihr euch demütigt? Vielmehr freue ich Mich über euer Fasten, wenn ihr ungerechte Fesseln löst, das Joch wegnehmt, Versklavte befreit, dem Hungrigen Brot gebt, Heimatlosen ein Zuhause gebt, Nackte bedeckt, euch dem Nächsten nicht entzieht. Dann wird Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und die Heilung wird schnell sprossen. Deine Gerechtigkeit wird vor dir herziehen und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein. Du wirst rufen und der Herr wird antworten und sagen: Hier bin Ich! Und beständig wird der Herr dich leiten und er wird deine Seele sättigen in der Wüste und dich stärken. Schau, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu retten und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; es sind die Sünden, die euch von eurem Gott trennen und seine Ohren verschliessen, dass er nicht hört. Oft tappen wir herum wie Blinde an der Wand. Wir sind den Toten gleich, brummen alle wie die Bären. So viele Sünden haben wir.

 

Gott sah, dass es keinen gab, der Fürbitte tat. Da half Ihm Sein Arm und Seine Gerechtigkeit, Christus. Er zog Gerechtigkeit an wie ein Panzer und setzte den Helm der Errettung auf Sein Haupt. Und ein Erlöser wird kommen für Zion. Gott spricht: Dies ist mein Bund mit ihnen: Mein Geist, der auf dir ruht und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, werden nicht aus deinem Mund weichen noch aus dem Mund deiner Nachkommen. Steh auf, werde licht! Dein Licht ist gekommen und die Herrlichkeit des Herrn ist über die aufgegangen. Deine Söhne kommen von fern und deine Töchter werden auf den armen herbeigetragen. Sie versammeln sich, kommen zu dir, um in deinem Licht zu sein, erleuchtet zu werden, wie auf einer Wolke geflogen kommen sie. Und sie werden dich nennen Stadt des Herrn, deine Mauern nennen sie Rettung und deine Tore Ruhm. Nicht mehr wird die Sonne dir als Licht am Tag dienen noch als heller Schein der Mond dir leuchten; sondern der Herr wird dein ewiges Licht sein und dein Gott dein Glanz. Der Geist des Herrn ist auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt und gesanddt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, auszurufen das Gnadenjahr des Herrn (erstes Kommen) und den Tag der Rache (zweites Kommen) für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden und ihnen Frieden, Kopfschmuck statt Asche zu geben, Lobpreis und Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen der Gerechtigkeit genannt werden, eine Pflanzung des Herrn, dass er sich durch sie verherrliche. Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden und du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand des Herrn. Man wird dich nicht mehr länger „Entlassene“ nennen, sondern „mein Gefallen an ihr“. Ich wende dir Frieden zu wie einen Strom. Auf den Armen werdet ihr getragen und auf den Knien liebkost. Und sie verkünden meine Herrlichkeit unter den Nationen. Und sie bringen alle eure Brüder aus allen Nationen als Opfergabe für den Herrn. Der Jüngste iwird im Alter von 100 Jahren sterben. Wolf und Lamm werdne zusammen weiden; und der Löwe wird stroh fressen wie das Rind; und die Schlange: Staub wird ihre Nahrung sein. Man wird nichts Schlechtes tun auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der Herr. Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht der Herr, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen.

 

 

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