Daniel (Gott sei mein Richter)
Der König Nebukadnezar beauftragte Aschpenas, seinen obersten Hofbeamten (Eunuchen), einige junge Israeliten auszuwählen, die von königlicher oder edler Herkunft waren. Sie sollten fehlerlos, schön, klug, gebildet, von guter Auffassungsgabe sein und die Sprache der Chaldäer beherrschen. Sie durften das gleiche essen wie der König und sollten nach drei Jahren Schulung dem König dienen. Ausgelesen wurden Daniel (Gott ist mein Richter), Hananja (Jehova ist freundlich), Mischael (Wer kann wie Gott sein?) und Asarja (Jehova ist mein Hirte). Nebukadnezar änderte ihre göttlichen Namen zu teuflischen Namen, nämlich Beltschazar (Der Prinz Bels), Schadrach (Erleuchtung durch den Sonnengott), Meschach (Wer kann wie die Gottheit Schach sein?), Abed-Nego (der treue Diener des Feuergottes Nego). Doch Daniel war kühn und offen und bat Aschpenas, dass er nur Gemüse essen und Wasser trinken dürfe. Er wollte die nicht die Speise des Königs essen, da sie auch den Götzen geopfert wurde er und er sich unrein gemacht hätte. Aschpenas sagte: „Ich fürchte, dass eure Gesichter schlechter aussehen als die der anderen jungen Männer in eurem Alter, so dass mich der König umbringt.“ Da sagte Daniel ganz offen und mutig: „Versuch es doch zehn Tage lang mit uns, vergleiche dann unser Aussehen mit den anderen und entscheide über das weitere Vorgehen.“ Und er hörte auf ihn und nach zehn Tagen sahen sie schöner aus als alle anderen. Gott gab ihnen Verständnis und Weisheit und Daniel verstand sich auf Träume und Visionen jeder Art. Nach drei Jahren wurden sie vor Nebukadnezar gebracht und die vier Israeliten waren allen Wahrsagepriestern im ganzen Königreich zehnfach überlegen.
Nebukadnezar hatte in seinem zweiten Regierungsjahr Träume, die ihn sehr beunruhigten, so dass er nicht mehr schlafen konnte. Und er befahl den Zauberern und Sterndeutern, ihm seinen Traum mitzuteilen und zu deuten. Da sagten die Sterndeuter: „Oh König! Lebe ewig! Sag uns deinen Traum und wir werden ihn deuten.“ - „Nein, ihr sollt mir nicht nur meinen Traum deuten, sondern mir auch sagen, was ich geträumt habe. Wenn ihr es nicht könnt, werde ich euch in Stücke hauen lassen!“ Sie sagten zum zweiten Mal: „Sag uns deinen Traum!“ - „Ich weiss, dass mich belügen wollt. Darum sollt ihr mir den Traum nicht nur deuten, sondern mir auch sagen, was ich geträumt habe.“ - „Das kann kein Mensch auf der ganzen Erde. Das ist zu schwer!“ Da wurde Nebukadnezar zornig und befahl, alle Weisen zu töten, auch Daniel und seine Freunde. Als Daniel von Arjoch erfuhr, dass er getötet werden sollte, ging er zum König und bat ihn um eine Frist, damit er dem König den Traum sagen und ihn deuten könne. Dann beteten die vier Freunde zu Gott, dass Er sich erbarmen und ihnen das Geheimnis sagen würde. Und Gott offenbarte Daniel die Vision. Da lobte Daniel Gott: „Gepriesen sei der Name Gottes für alle Ewigkeit! Er weiss, was in der Finsternis ist, denn Er Selbst ist Licht und hat mir das Geheimnis offenbart.“ Und Daniel sagte zu Arjoch: „Bringe die Weisen nicht um, sondern bring mich vor den König, damit ich ihm den Traum und die Deutung sagen kann.“ Arjoch brachte ihn zu Nebukadnezar und Daniel sagte: „Kein Mensch kann deinen Traum sagen und deuten. Aber es gibt einen Gott im Himmel, der mir das Geheimnis offenbart hat und dir durch den Traum sagen will, was am Ende der Zeit geschehen wird. Du hast ein grosses, gewaltiges, furchtbares Bild gesehen. Der Kopf war aus Gold, Brust und Arme aus Silber, der Bauch aus Bronze, die Beine aus Eisen und die Füsse aus Eisen und Ton. Plötzlich hast du gesehen, wie ein sich Stein losbrach, ohne das ein Mensch etwas dazu tat, und das Bild an den Füssen traf. Da fiel das Bild um, zerbrach und wurde zu Staub, der vom Wind fortgeblasen wurde. Und der Stein, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem grossen Berg und füllte die ganze Erde. Das war dein Traum. Und nun zur Deutung. Du bist das Haupt aus Gold (Babylon). Nach dir wird ein geringeres Königreich (König Darius von Medo-Persien) entstehen, das dem Silber entspricht und danach noch ein geringeres (König Alexander der Grosse von Griechenland), das der Bronze entspricht. Und das vierte Königreich (das römische Reich) wird so stark wie Eisen sein, das alles zertrümmert. Es wird gegen sein Ende hin geteilt sein und aus Eisen und Ton bestehen. Zum Teil wird das Königreich so stark wie Eisen sein, zum Teil zerbrechlich wie Ton. Sie werden sich durch Heirat vermischen, aber nicht aneinander haften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen lässt. Und Gott selbst wird gegen Ende der Zeit durch den Stein (Christus), den Er losbricht, ein Königreich aufrichten, das die ganze Erde füllt und in alle Ewigkeit nicht zerstört werden kann, sondern ewig bestehen bleibt. Und dieses Königreich wird alle anderen Königreiche, die letzten zehn Könige inklusive den Antichristen vernichten. Und der Traum und die Deutung werden genaus so eintreffen.“ Da warf sich Nebukadnezar vor Daniel nieder und sagte: „Dein Gott ist der Gott der Götter!“ Und er befahl, dass man Daniel Opfer und Räucherwerk darbringen sollte, gab ihm viele grosse Geschenke, setzte ihn als Herrscher über Babel und als Vorsteher aller Weisen ein. Und Daniel bat den König, dass er seine drei Freunde über die Verwaltung von Babel einsetze, so dass er am Hof des Königs bleiben konnte.
Nebukadnezar machte ein Bild aus Gold, 30 m hoch und 3 m breit. Bei der Einweihung rief ein Heerverwalter laut: „Sobald ihr Musik hört, sollt ihr niederfallen und euch vor dem goldenen Bild niederwerfen. Und wer nicht niederfällt, soll in den Feuerofen geworfen werden.“ Sofort kamen einige Chaldäer und verklagten die vier jüdischen Freunde Hananja, Mischael, Asarja. Da befahl Nebukadnezar voller Zorn die vier herzubringen, wobei sie aber Daniel nicht finden konnten. Wahrscheinlich hatte er sich versteckt und betete. Nebukadnezar fragte die drei: „Dient ihr absichtlich meinen Göttern nicht und werft euch vor dem goldenen Bild, das ich aufgestellt habe, nicht nieder?“ Sie sagten: „Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir zu antworten. Ob unser Gott, dem wir dienen, uns retten will oder nicht, du sollst auf jeden Fall wissen, oh König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und uns nicht vor dem goldenen Bild, das du aufgestellt hast, nieder werfen werden.“ Da wurde Nebukadnezar noch wütender und befahl den Ofen sieben mal mehr zu heizen als nötig. Dann befahl er den stärksten Männern die drei Freunde hineinzuwerfen. Das Feuer tötete die starken Männer, die die drei in den Feuerofen werfen mussten. Doch dann erschrak Nebukadnezar und sagte zu den Staatsräten: „Haben wir nicht drei Männer gefesselt ins Feuer geworfen? Warum sehe ich jetzt vier Männer frei herumgehen? Und der vierte sieht aus wie ein Göttersohn. Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte des höchsten Gottes, kommt heraus!“ Sie kamen heraus, kein Haar war versengt und sie hatten nicht mal Brandgeruch. Gott hatte sie nicht davor verschont, in den Feuerofen geworfen zu werden, aber Er hatte ihnen den Ort, wo sie eigentlich hätten leiden sollen, zu einem angenehmen Ort gemacht. Nebukadnezar sagte: „Gepriesen sei euer Gott, der euch errettet hat und die ihren Leib hingaben, damit sie keinem anderen Gott anbeten müssen als nur ihren Gott! So befehle ich nun jedem Volk: ,Wer etwas Verächtliches über ihren Gott sagt, soll in Stücke gehauen werden. Denn es gibt keinen anderen Gott, der so erretten kann. Euer Friede werde gross! Ihr sollt wissen von den Wundern, die der höchste Gott an mir getan hat. Sein Reich ist ein ewiges Reich und seine Herrschaft währt ewig!'“ Dann beförderte er die drei in der Provinz Babel.
Nebukadnezar hatte noch einen Traum, der ihn sehr erschreckte: „Ich sah einen gewaltigen, grossen Baum, der bis zum Himmel reichte und bis ans Ende der Erde gesehen werden konnte. Er hatte schöne Blätter und viele Früchte, Nahrung für alle. Plötzlich stieg ein Heiliger vom Himmel herab und sagte: 'Haut den Baum um! Doch den Wurzelstock lasst in der Erde und zwar in einer Fessel aus Eisen und Bronze! Vom Tau des Himmels soll er benetzt werden und mit den Tieren das Gras weiden. Sein menschliches Herz soll mit dem Herzen eines Tieres ersetzt werden während 7 Wochen. Dies soll geschehen, damit alle erkennen, dass Gott Macht hat über das Königtum der Menschen und es verleiht, wem Er will und den Niedrigsten darüber einsetzt. Nur du, Beltschazar, kannst den Traum deuten, weil der Geist der heiligen Götter in dir ist.“ Da war Daniel, der von Nebukadnezar Beltschazar genannt wurde, vor Entsetzen wie betäubt. Nebukadnezar sagte: „Erschrick nicht wegen dem Traum und der Deutung!“ Daniel sagte: „Mein Herr, der Traum gelte deinen Hassern und seine Deutung deinen Feinden! Dieser Baum bist du, oh König, denn du bist gross und stark geworden und deine Herrschaft reicht bis ans Ende der Erde. Doch der Heilige, Gott hat beschlossen dich von den Menschen auszustossen und dich bei den Tieren wohnen zu lassen. Man wird dir Gras zu essen geben wie den Rindern. Nach sieben Wochen wirst du erkennen, dass Gott über das Königtum der Menschen herrscht und es verleiht, wem Er will. Doch Er hat den Wurzelstock übrig gelassen, was bedeutet, dass dir dein Königtum erhalten bleiben soll, sobald du erkennst, dass Gott herrscht. Darum, oh König, rate ich dir, hör auf zu sündigen und sei gerecht und barmherzig gegen Elende.“ Zwölf Monate später sagte Nebukadnezar: „Habe nicht ihc das grosse Babel durch meine Kraft und zu meiner Ehre und Herlichkeit erbaut?“ Kaum hatte er das gesagt, kam eine Stimme aus dem Himmel: „Das Königtum ist von dir gewichen, Nebukadnezar! Man wird dich von den Menschen ausstossen und du wirst bei den Tieren wohnen, bis du nach 7 Wochen erkennst, dass Gott über das Königtum der Menschen die Macht hat und es dem gibt, wo er will.“ Sofort geschah es und Nebukadnezar wohnte bei den Tieren, ass Gras wie die Rinder bis sein Haar so lang Adlerfedern war und seine Nägel wie Vogelkrallen. Und nach 7 Wochen schaute Nebukadnezar zum Himmel empor und der Verstand kehrte zu ihm zurück. Er lobpries Gott, den ewig Lebenden, dessen Herrschaft und Reich für ewig währt. Und die Staatsräte suchten Nebukadnzear auf und er wurde wieder in sein Königtum gesetzt. Nebukadnezar sagte: „Und nun preise, erhebe und verherrliche ich den König des Himmels, denn was Er tut ist richtig und gerecht. Er demütigt alle, die hochmütig und stolz sind.“
Belsazar, der Enkel Nebukadnezars, machte ein grosses Fest für seine tausend Staatsräte. Als er betrunken war, befahl er, das goldene und silberne Geschirr zu bringen, die sein Vater aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit sie daraus trinken konnten. Während sie Wein daraus tranken und die Götter aus Gold und Silber rühmten, kamen Finger einer Menschenhand hervor und schrieben dem Leuchter gegenüber auf den Kalk der Wand. Und der König sah die Hand, die schrieb. Er erschrak so sehr, dass er weiss wie ein Leintuch wurde und seine Knie aneinander schlugen. Er liess die Weisen rufen und sagte: „Derjenige, der mir die Schrift lesen und deuten kann, darf Königskleider, eine goldene Kette tragen und als Dritter im Königreich herrschen.“ Doch keiner konnte die Schrift lesen und deuten. Da kam die Königin herzu und sagte: „Oh König, lebe ewig! Erschrick nicht! Es gibt einen Mann, Daniel, in dem der Geist der heiligen Götter ist, voller Erleuchtung, Einsicht und Weisheit. Dein Vater hat ihn zum Obersten der Wahrsagepriester eingesetzt, weil er Träume deuten und Rätsel klären kann.“ Belsazar liess Daniel rufen und sagte: „Ich habe von dir gehört, dass der Geist der Götter in dir ist und dass du Träume deuten und Knoten lösen kannst. Wenn es dir gelingt die Schrift zu lesen und zu deuten, darfst du dich mit Purpur kleiden, eine Goldkette tragen und als Dritter im Königreich herrschen.“ Daniel sagte: „Behalte deine Gaben und gib die Geschenke einem anderen! Erinnere dich daran, dass Gott deinen Vater von den Menschen ausgestossen hatte, dass er bei den Tieren wohnte und wie ein Rind Gras ass bis er erkannte, dass Gott die Macht über das Königtum der Menschen hat und einsetzt, wen Er will. Doch du, Belsazar, hast dich über Gott erhoben und warst stolz, obwohl du das alles gewusst hast. Du hast Wein aus den Gefässen Gottes getrunken und dabei die Götter aus Silber und Gold, gerühmt, die nicht sehen, nicht hören und nicht verstehen. Doch Gott, in dessen Hand dein Leben ist, hast du nicht geehrt. Darum hat Er diese Schrift geschrieben, wo da heisst: ,Mene, mene, tekel upharsin.' Mene bedeutet, dass Gott dein Königtum beenden wird. Tekel bedeutet, dass du auf der Waage gewogen wurdest und zu leicht bist. Upharsin bedeutet, dass dein Königreich zerteilt und den Medern und Persern gegeben wird.“ Daraufhin gab Belsazar Befehl und man bekleidete Daniel mit Purpur, einer Goldkette und rief über ihm aus, dass er der Drittmächtigste im Königreich sei. In derselben Nacht wurde Belsazar getötet (538 v.Chr.) und Darius, der Meder, übernahm die Königsherrschaft. Darius war 62 Jahre alt. Darius war dem König Kyrus (Persien) unterordnet. Im Jahr 536 v.Chr. erliess Kyrus den Befehl, die Gefangenen Israel zu befreien.
Darius setzte 120 Statthalter im Königreich und sie mussten 3 Ministern rapportieren, von denen einer Daniel war. Daniel übertraf die anderen beiden Minister und alle Statthalter, weil ein aussergewöhnlicher Geist in ihm war. Daher wollte der König Darius Daniel über das ganze Königreich einsetzen. Da wurden die Minister und Statthalter eifersüchtig und versuchten einen Anklagegrund gegen Daniel zu finden. Aber sie konnten nichts finden, weil er treu war und überhaupt nicht nachlässig. Da sagten sie: „Wir können nur im Gesetz seines Gottes etwas gegen ihn finden.“ Dann gingen sie zum König und empfahlen ihm: „Oh König, lebe ewig! Wir haben uns beraten und empfehlen dir eine Verordnung zu erlassen, dass jeder, der die nächsten 30 Tage eine Bitte an irgend einen Gott oder Menschen richtet ausser an dich, oh König, in die Löwengrube geworfen werden soll.“ Daraufhin liess der König das Gebot ausfertigen. Als Daniel davon hörte, ging er in sein Haus, kniete wie gewöhnlich drei Mal am Tag nieder und betete bei offenen Fenster nach Jerusalem hin. Daniel kannte die Prophezeiung von Jeremia, dass das Volk Israel nach 70 Jahren befreit werden sollte. Gewiss betete er sehr oft für die Erfüllung dieser Prophezeiung. Er liess nichts sein Gebet frustrieren. Gebete sind wie das Gleis, damit der Zug einen Weg hat. Da berichteten es die Männer dem König: „Daniel schenkt weder dir, oh König, noch dem Gebot, dass du erlassen hast, Beachtung, sondern er betet drei Mal am Tag.“ Da missfiel es dem König sehr, dass er dieses Gebot erlassen hatte und überlegte, wie er Daniel retten könnte. Bis zum Sonnenuntergang überlegte er hin und her. Da kamen die Männer wieder und sagten: „Oh König, die Meder und Perser haben ein Gesetz, wonach keine Verordnung, die der König erlassen hat, abgeändert werden darf!“ Da befahl Darius, dass man Daniel in die Löwengrube zu werfen hatte und er sagte zu Daniel: „Daniel, dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, möge dich retten!“ Dann wurde ein Stein auf die Grube gelegt und der König versiegelte ihn mit seinem Siegelring, damit niemand Daniel befreien konnte. Der König konnte vor lauter Traurigkeit nichts essen und nicht schlafen. Bei der Morgenröte, sobald es hell wurde, ging er schnell zur Löwengrube und rief traurig nach Daniel: „Daniel, Knecht des lebendigen Gottes, hat dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, dich von den Löwen erretten können?“ Da sagte Daniel: „Oh König, lebe ewig! Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, so dass sie mich nicht verletzt haben, weil ich unschuldig bin und meinem Gott vertraut habe. Auch vor dir, oh König, habe ich kein Verbrechen begangen.“ Da freute sich der König sehr, befahl Daniel aus der Grube herauszuholen und liess jene Männer, die Daniel angeklagt haben, samt ihren Frauen und Kindern in die Löwengrube werfen. Noch bevor sie am Boden der Grube angekommen waren, fielen die Löwen über sie her und zermalmten alle ihre Knochen. Dann schrieb der König Darius allen Völkern einen Brief: „Völker! Euer Friede sei gross! Ich befehle, dass man im ganzen Königreich vor dem Gott Daniels zittere und sich fürchte. Denn er ist der lebendige Gott und bleibt in Ewigkeit und sein Kénigreich wird nicht zerstört werden und seine Herrschaft währt bis ans Ende. Er rettet und befreit, tut Wunder im Himmel auf der Erde. Er hat Daniel aus der Gewalt der Löwen errettet. Und Daniel ging es gut unter dem König Darius und dem König Kyrus.
Im ersten Jahr Belsazars (555 v.Chr.) erschien Daniel eine Vision. „Vier Winde des Himmels wühlten das grosse Meer auf. Der Himmel schuf arrangierte die Situation so, dass vier grosse Tiere aus dem Meer heraus steigen konnten. Die vier Tiere erinnerten mich an das grosse Bild, das Nebukadnezar in einem Traum sah.
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Das erste war wie ein Löwe und hatte Adlerflügel (Nebukadnezar, Babylon). Es entspricht dem goldigen Haupt im Traum Nebukadnezars. Die Adlerflügel zeigen, dass das Tier schnell war. Ich sah, wie die Adlerflügel ausgerissen wurden, so dass sich das Tiernicht mehr so schnell fortbewegen konnte. Ich erinnerte mich daran, dass Nebukadnezar während 7 Wochen wie ein Tier war. Dann wurde es wie ein Mensch auf die Füsse gestellt, und es erhielt ein Menschenherz.
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Das zweite Tier war wie ein aufgerichteter Bär (Darius, Medo-Persien). Er entspricht im Traum Nebukadnezars der Brust und den Armen, die aus Silber waren. Er hatte drei Rippen (Babylon, Kleinasien, Ägypten) zwischen den Zähnen. Zu ihm wurde gesagt: „Friss viel Fleisch!“ Er war nicht so stark und schnell wie der Löwe, aber trotzdem fürchterlich und böse.
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Das dritte war wie ein Leopard (Alexander der Grosse, Griechenland), der vier Vogelflügel auf dem Rücken hatte. Er entsrpicht dem Bauch und der Hüfte aus Bronze in Nebukadnezars Traum. Der Leopard ist ebenfalls fürchterlich, böse und schnell. Der Leopard hatte vier Köpfe (vier Generäle nach dem Tod Alexander der Grosse, die sich das Reich aufteilten) und ihm wurde die Herrschaft gegeben.
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Das vierte (Cäsar Augustus, römisches Reich 27 v.Chr. bis 476 n.Chr.) war furchtbar und schreckenerregend, aussergewöhnlich stark und hatte grosse eiserne Zähne, Klauen aus Bronze. Es frass und zermalmte, zertrat mit den Füssen. Es hatte zehn Hörner. Während ich die Hörner betrachtete, stieg ein kleines Horn (Antichrist) zwischen ihnen empor und wurde grösser als alle anderen. Es hatte Mengenaugen, eine scharfe Sicht zur Wahrnehmung von Situationen, und einen Mund, der gewandt reden konnte. Drei Hörner wurden vor ihm ausgerissen. Es entspricht den Beinen und Füssen aus Eisen und Ton im Traum Nebukadnezars.
Ein Thron mit Rädern wurde aufgestellt, der aussah wie eine Feuerflamme, und einer, der alt war, setzte sich. Sein Gewand war weiss wie Schnee und sein Haar wie reine Wolle. Aus seinem Mund floss ein Feuerstrom. Tausend mal Tausende dienten ihm. Zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Dann sah ich, wie das vierte Tier getötet und verbrannt wurde. Den übrigen Tieren wurde die Herrschaft weggenommen, doch man liess sie bis zu einer bestimmten Frist leben. Ihre Gesetze, Kultur, Politik, Gewohnheiten bleiben erhalten. Dann kam mit den Wolken des Himmels einer, der wie der Sohn des Menschen (Jesus Christus) aussah und man brachte ihn vor den Alten (Auffahrt). Er ist wie der Stein in Nebukadnezars Traum, der das grosse Bild zerschlug und zu einem grossen Berg wurde. Er beendete das Problem der menschlichen Regierung. Ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum gegeben. Und alle Völker dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft und sein Könireich kann nicht zerstört werden. Was ich sah, erschreckte mich und ich näherte mich einem, der dastand und fragte, was das bedeute. Er sagte: „Diese vier Tiere sind vier Könige. Aber die Heiligen Gottes werden das Reich empfangen und bis in Ewigkeit besitzen. Das kleine Horn am vierten Tier, das du wachsen gesehen hast, das grösser als alle anderen zehn Hörner, bzw. Könige, wurde und das gegen die Heiligen kämpfte, sie besiegte und aufrieb, wird drei Könige erniedrigen, wird Gott lästern und danach trachten, die Festzeiten und Gesetze zu ändern. Und er wird dreieinhalb Jahre alles in der Hand haben. Aber dann wird ihm das Gericht die Herrschaft wegnehmen und das ewige Reich, die Herrschaft und Ehre wird dem Volk der Heiligen gegeben werden. Und alle Mächte werden Gott dienen und gehorchen.
Im dritten Jahr Belsazars erschien Daniel nochmals eine Vision: „In dieser Vision war ich in der Burg Susa, am Fluss Ulai und sah einen Widder (Medo-Persien) mit zwei hohen Hörnern. Das eine Horn war höher (Kyrus, Persien) als das andere (Medien), obwohl es später zu wachsen begann. Ich sah den Widder nach Westen (Babylon), Norden (Assyrien) und Süden (Ägypten) stossen. Kein Tier hielt ihm stand. Er handelte nach seinem Belieben, war arrogant und wurde gross. Plötzlich kam ein Ziegenbock von Westen (Alexander der Grosse, Griechenland) her und berührte die Erde nicht, denn er war so schnell. Er hat ein auffallendes Horn zwischen den Augen. Der Ziegenbock rannte auf den Widder zu, stiess ihn, zerbrach seine beiden Hörner und zertrat ihn. Und als der Ziegenbock überaus gross und stark geworden war, er war sehr intelligent, aber auch arrogant, zerbrach das grosse Horn und vier Hörner (vier Generäle: 1.Kassander (Mazedonien), 2.Lysimachus (Kleinasien), 3.Ptolemy (Ägypten), 4.Seleucus (Syrien)) wuchsen an seiner Stelle. Und aus dem einen von ihnen kam ein einzelnes Horn (Antiochos IV. Epiphanes, Syrien 175-164 v.Chr.) hervor, das gegen Süden (Ägypten) und Osten (Syrien) und gegen das Land der Zierde (Israel) überaus gross wurde. Es warf einige vom Heer des Himmels und von den Sternen zur Erde herab und zertrat sie (verfolgte die Heiligen). Während 2300 Tagen (171-25.12.165 v.Chr.) tat es Böses in Israel. Er verbot die Opfer für Jehova, liess den Tempel zu einer Kultstätte des Zeus umweihen und zwang das Volk Israel, den Göttern zu opfern. Dann wurde das Heiligtum wieder gereinigt. Ich sehnte mich sehr danach, dies alles zu verstehen. Plötzlich stand einer vor mir, der wie ein Mann aussah und ich hörte eine Menschenstimme: „Gabriel, lass ihn das Gesehene verstehen!“ Als er näher zu mir kam, erschrak ich und fiel nieder auf mein Gesicht. Er sagte: „Daniel, Menschensohn! Diese Vision hat dir das Ende der Zeit gezeigt.“ Als er mit mir redete, war ich wie betäubt. Doch er berührte mich, stellte mich auf und sagte: „Ich will dir sagen, was es bedeutet. Der Widder steht für Medien und Persien. Der Ziegenbock für Griechenland. Und das grosse Horn zwischen seinen Augen ist der erste König. Doch es zerbrach und vier andereHörner traten auf, d.h. es wird in vier Königreichen aufgeteilt. Am Schluss, wenn die Frevler ihr Mass voll gemacht haben, kommt ein König voller Härte, Arroganz und Verschlagenheit. Er wird die Starken und das Volk der Heiligen vernichten. Dank seiner Schlauheit gelingt ihm der Betrug. Er wird stolz werden, viele verderben und sich gegen Gott auflehnen. Doch ohne Menschenhand wird er zerbrochen werden. Halte diese Vision geheim, dennes sind noch viele Tage bis dahin.“ Ich war erschöpft, entsetzt und einige Tage krank. Keiner konnte mich verstehen. Dann ging ich wieder für den König arbeiten.
Im ersten Jahr von Darius dem Meder, fiel mir im Buch, das der Prophet Jeremia geschrieben hatte, auf, dass Gott sagte, dass siebzig Jahre über den Trümmern Jerusalems vergehen sollten. Ich begann zu Gott zu flehen, fastete in Sack und Asche: „Ach, Herr, du grosser Gott, der Bund und Güte denen gegenüber bewahrt, die Dich lieben und Deine Gebote halten. Wir haben gesündigt und waren rebellisch. Wir haben nicht auf Deine Propheten gehört. Du, oh Herr, bist gerecht und hast Unglück über uns kommen lassen. Doch nun, unser Gott, erhöre mein Gebet! Lass Dein Angesicht leuchten über Deinem verwüsteten Heiligtum um Deinetwillen! Nicht aufgrund unserer Gerechtigkeit flehen wir zu Dir, sondern aufgrund Deiner vielen Erbarmungen. Herr, höre! Herr, vergib! Herr, handle!“ Während ich betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich am Anfang in der Vision gesehen hatte, als ich erschöpft war. Er sagte: „Daniel, ich bin gekommen, um dir mitzuteilen, wonach du dich sehnst, es zu verstehen. Denn Gott liebt dich sehr. 70 Wochen sind über dein Volk und die heilige Stadt bestimmt. Dann wird den Sünden ein Ende gemacht sein und ewige Gerechtigkeit wird eingeführt sein. Die Visionen und Propheten werden versiegelt sein, denn sie werden nicht mehr benötigt und das Allerheiligste wird gesalbt sein. 7 Wochen wird es dauern, um Jerusalem wieder aufzubauen. 62 Wochen dauert es bis zur Kreuzigung Jesu. Ein Gesalbter wird ausgerottet werden. Dann wird die Stadt und das Heiligtum zerstört werden (Titus 70 n.Chr.). Bis zum Ende wird der Krieg andauern. Dann wird einer (Antichrist) einen Bund machen mit Israel für die Zeitdauer von einer Woche. In der Mitte der Woche wird er die Schlacht- und Speisopfer stoppen und Greuel begehen, bis er vernichtet werden wird.“
Im dritten Jahr des Kyrus erschien Daniel eine Vision. Während 3 Wochen trauerte Daniel, ass nichts Köstliches, weder Fleisch noch Wein, und salbte sich nicht. „Am 24. Tag des ersten Monats war ich am Ufer des grossen Stromes Hiddekel. Da sah ich einen Mann, der wie ein Priester voller Menschlichkeit ein leinenes Kleid anhatte, der wie ein König einen goldenen (göttlich) Gürtel trug, der Leib war kostbar und würdevoll wie Türkis (grün=Leben, blau=Himmel), das Gesicht sah wie ein Blitz (hell) aus, die Augen wie Feuerfackeln, Arme und Füsse wie glatte Bronze (geprüft durchs Gericht). Seine Stimme klang wie eine Volksarmee. Nur ich sah den Mann, weil die andern Männer, die bei mir waren, sich nur auf die physische Sicht verliessen, und nicht viel mit der geistlichen Sicht anfangen konnten. Doch grosse Angst erfasste, so dass sie flohen und sich versteckten. Als ich so ganz allein war, verliess mich alle Kraft, ich wurde blass und als der Mann zu reden begann, fiel ich wie betäubt auf mein Gesicht. Da berührte mich eine Hand, rüttelte mich auf, so dass ich wieder auf meine Knie und Handflächen kam und sagte: „Daniel, Gott liebt dich sehr! Steh auf und hör mir zu.“ Da stand ich zitternd auf. „Fürchte dich nicht, denn weil du dich danach sehnst zu verstehen und Gott darum gebeten hast, hat Er dich erhört. Ich bin zu dir gesandt worden, aber es dauerte 21 Tage lang, bis ich zu dir kommen konnte, weil mich der Fürst des Königreichs Persien hinderte. Ich werde dir sagen, was mit deinem Volk am Ende der Zeit geschehen wird.“ Ich blickte zu Boden und schwieg. Da berührte er meine Lippen und ich konnte wieder sprechen: „Mein Herr, als ich die Vision sah, bekam ich Schmerzen und hatte keine Kraft mehr. Wie kann ich das verkraften, was du mir sagen willst?“ Da rührte er mich wieder an, stärkte mich und sagte: „Fürchte dich nicht! Gott liebt dich. Friede sei mit dir! Sei stark, ja, sei stark!“ Und ich wurde stark und sagte: „Sprich zu mir, denn du hast mich gestärkt!“ Er sagte: „Ich wieder zurück, um gegen den Fürsten von Persien zu kämpfen. Und dann muss ich gegen den Früst von Griechenland kämpfen. Der einzige, der mir beisteht, ist Michael. Im ersten Jahr des Meders Darius, war es meine Aufgabe, Darius zu helfen und ihn zu schützen. Nun werden noch drei Königen in Persien aufstehen und der vierte wird den grössten Reichtum haben. Er wird gegen Griechenland aufstehen. Doch ein tapferer König (Alexander der Grosse) wird mit grosser Macht herrschen. Doch sein Königreich wird zertrümmert und in vier Himmelsrichtungen (Ptolemy (Ägypten), Kassander (Mazedonien), Lysimachus (Kleinasien), Sleucus (Syrien)) aufgeteilt. Der König des Südens (Ägypten) wird mächtig werden und seine Tochter dem König des Nordens (Syrien) geben, um den Frieden zu bekräftigen. Doch sie wird keinen Erfolg haben. Einer aus ihrem Stamm wird gegen sie und den König im Norden (Syrien) ziehen, sie überwältigen und die Götter, Bilder, Silber und Gold nach Ägypten wegführen. Der König des Nordens wird ins Reich des Königs des Südens eindringen, aber wieder abziehen. Doch seine Söhne werden gegen Ägypten kämpfen und wieder abziehen. Sie werden sich ein zweites Mal rüsten und bis zu seiner Festung vordringen. Dann wird der ägyptische König zornig werden, wird sie besiegen und stolz werden. Der syrische König und viele andere werden später wieder gegen den ägyptischen König aufstehen und eine befestigte Stadt einnehmen. Ägypten wird überwältigt werden. Im Land der Zierde (Israel) wird er mit seiner Armee stehen. Dann wird er mit ihm einen Bund schliessen und ihm seine Tochter geben, um es zu verderben. Doch es wird ihm nicht gelingen. Dann wird er sich der Küste, den Inseln zuwenden und viele erobern. Aber ein Feldherr wird sein Erobern stoppen. Dann wird einer aufstehen, der Steuern eintreibt. Doch der wird nach kurzer Zeit umgebracht werden. An seiner Stelle wird ein Verachteter (syrischer König Antiochos Epiphanes) durch Heuchelei das Königtum erlangen. Er wird viele umbringen, ja sogar einen Fürst, mit dem er einen Bund geschlossen hatte wird er betrügen und umbringen. Er wird rauben und Anschläge planen. Der ägyptische König wird gegen den syrischen König ausziehen. Doch der ägyptische König wird von seinen eigenen Vertrauten umgebracht werden. Der syrische König wird reich nach Hause zurück kehren und unterwegs wird sich sein Herz gegen Israel wenden. Er wird ein zweites Mal gegen Ägypten rüsten, doch Schiffe aus Kittim (Zypern) ziehen gegen ihn aus, so dass er entmutigt umkehrt und seinen Zorn an Israel auslässt. Er wird das Heiligtum entweihen, die regelmässigen Opfer abschaffen und den Brandopferaltar Zeus weihen. Er wird Israel zwingen, Götzen anzubeten, Schweine zu essen und die jungen Männer verführen, im Tempel Unzucht zu treiben. Aber das Volk, das seinen Gott kennt (Judas Makkabäer und seine Leute), wird stark sein und entsprechend handeln. Und Judas Makkabäer, der Verständige, wird das Volk unterweisen. Obwohl er gestürzt werden wird, wird ihm doch mit einer kleinen Hilfe geholfen werden. Dann kommt ein arroganter, stolzer König (Antichrist). Er wird Erfolg haben, bis das Ende da ist. Er wird an sich selber glauben, sich über alles und über Gott erheben. Der ägyptische König und der syrische König werden gegen ihn anstürmen. Und er wird ins Land der Zierde (Israel) eindringen und viel stürzen. Doch Edom, Moab und Ammon werden entrinnen. Doch Ägypten wird nicht entrinnen können. Er wird das Gold und Silber Ägyptens rauben, und Libyer und Kuschiter gefangen nehmen. Dann wird er Gerüchte hören, dass der Feind von Osten und Norden kommt. Er wird zornig gegen sie ausziehen und sein Lager zwischen dem Meer und dem Berg Zion (Harmagedon) aufschlagen. Dann wird sein Ende kommen und niemand wird ihm helfen. Michael wird in jener Zeit auftreten und für Israel einstehen. Es wird eine grosse Trübsal sein, wie sie noch nie gewesen ist. Doch dein Volk, jeder, der im Buch aufgeschrieben ist, wird gerettet werden. Und viele, die schlafen, werden aufwachen: die einen zu ewigem Leben, die anderen zur ewigen Schande. Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz des Himmels und die, die vielen den Weg zur Gerechtigkeit gezeigt haben, werden leuchten wie die Sterne immer und ewig. Daniel, halte diese Worte geheim! Versiegle das Buch bis zum Ende der Zeit!“ Plötzlich standen zwei andere da, einer hier am Ufer und einer drüben am Ufer. Der eine fragte den Mann, der zu mir sprach: „Wann wird das Ende sein?“ Dieser hob seine beiden Arme hoch und sagte: „Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit! Also dreieinhalb Jahre. Wenn die Kraft des heiligen Volkes Israels zerschlagen worden ist, wird dies vollendet werden.“ Ich hörte es, aber verstand es nicht. Ich fragte: „Mein Herr, wann wird der Abschluss von all dem sein?“ Er sagte: „Daniel, die Worte sollen geheimgehalten werden bis zur Zeit des Endes. Viele werden geprüft, gereinigt und geläutert. Aber die Gottlosen werden es nicht verstehen, nur die Verständigen können es verstehen. Von der Zeit an, wenn die regelmässigen Opfer abgeschafft werden und der Greuel einsetzt, sind es 1290 Tage (3.5 Jahre). Glücklich ist, wer 1335 Tage erreicht. Während 45 Tagen wird am Ende der Trübsal der Tempel gereinigt, geweiht und die täglichen Opferungen werden errichtet werden. Doch du wirst ruhen und auferstehen, um am Ende der Tage zu erben.
