Vorwort
Eines Abends nahmen unsere Eltern uns fünf Kinder mit zur Zeltmission, um eine Predigt zu geniessen. Ich war damals 4 und meine Schwester Monika 6 Jahre alt. Nach der Versammlung fragte ich: „Wohin geht Monika?“ Sie sagten: „Sie geht zu einer Frau, die mit ihr betet, weil sie den Herrn Jesus in ihr Herz aufnehmen will. Er liebt euch. Du darfst auch mit.“ Das wollte ich natürlich auch, einen Gott in meinem Herzen haben, der mich liebt. Die Frau betete vor und wir wiederholten ihre Worte: „Herr Jesus, danke, dass du mir meine Sünden vergibst und mich sehr liebst. Komm in mein Herz.“ Danach war ich sehr froh und freute mich immer, Geschichten vom Herrn Jesus in der Sonntagsschule zu hören. Ich wuchs in der Heilsarmee Bülach auf, wo wir viel musizierten, Tamburin, Guitarre, Esshorn, was ich auch sehr liebte. Ich versuchte ein guter Christ zu sein, las regelmässig den Bibellesebund und merkte, dass es mir nicht gelang ein guter Christ zu sein. Als ich 16 Jahre alt war, schickten mich meine Eltern zusammen mit Monika auf den Beatenberg, wo zwei Brüder ihre Hand auf meinen Kopf legten und mich von vielen Sünden losbeteten, die meine Vorfahren getan hatten. Auf der Sündenliste stand, das 6. und 7. Buch Mose (Zauberbücher), Pendeln, Esoterik, Aberglaube, und nach 20 weiteren Punkten, was mich belastete und das war Angst. Ich war sehr schüchtern und getraute mich nichts zu fragen. Als ich aus dem Zimmer ging, war diese Angst und Schüchternheit weg und das habe ich niemals mehr vergessen. Das war eine grosse Bestätigung für mich, dass Jesus lebt. Meine Schwester wurde von Kopfschmerzen geheilt. Danach besuchte ich die Jugendgottesdienste der Baptisten, Methodisten, Taufgesinntengemeinde, New life doch es berührte mich nicht, sondern zog mich in den Rock 'n Roll Club Rosie o'Grady in Zürich, Jiu Jitsu (sanfte Selbstverteidigung), Motorrad fahren, Gleitschirm fliegen und von einem Freund zu anderen. Eines Abends betete ich: „Herr Jesus, es kann ja wohl nicht sein, dass das Leben in dieser Welt nur aus essen, trinken, schlafen und arbeiten besteht. Bring mich in eine Gemeinde, wo ich mich wohlfühle.“ Gott schickte Manuela Fontana zu mir ins Büro. Als sie etwas zu ihrem Freund am Telefon sagte, merkte ich sofort, dass sie Christin war und sagte: „Ich bin auch Christin, aber die Frage ist, was man als Christin noch tun darf. Darf man Radio hören, Rock 'n Roll tanzen oder Motorrad fahren oder ist das alles weltlich und verboten?“ Sie sagte: „Du darfst alles machen, was du möchtest. Wir haben genug Gesetze in der Schweiz und Jesus ist nicht gekommen, um uns noch mehr Gesetze zu bringen, sondern um uns frei zu machen. Aber frage vorher den Herrn Jesus in dir, ob Er Freude an dem hat, was du tun willst.“ Da wollte ich mehr von ihrem Jesus wissen und fragte ihr Löcher in den Bauch, die sie mir gut beantwortete. Sie gab mir das Buch „Die Ökonomie Gottes“, wo mit Kreisen aufgezeigt wird, dass der Mensch aus Geist, Seele und Leib besteht. Die Sprache war ungewohnt und ich konnte nicht alles verstehen, aber während ich las, floss der Frieden in mir und ich genoss es. Einige Zeit später, gingen wir in der Gemeinde das Lebensstudium vom Hohelied durch. Ich war völlig fasziniert, dass fast hinter jedem Wort im Hohelied eine geistliche Auslegung war, die man ganz praktisch auf sich anwenden konnte. Und noch ein wenig später meinte Manuela: „Komm, wir lesen die Lebensstudien und beginnen beim 1.Mose.“ Wir trafen uns einmal pro Woche und redeten über die Botschaften. Doch dann meinte sie, sie hätte zu viel andere Arbeit und ich las allein weiter, denn ich sagte mir: „Jetzt habe ich 15 Jahre investiert, um einen menschlichen Beruf zu lernen, warum sollte ich nicht Zeit investieren, und Gott kennenlernen.“ Ich genoss es sehr und entdeckte vieles, was mich sehr froh und klar machte.
Doch ich beobachtete, dass es viel Ausdauer braucht, alle Lebensstudien zu lesen, denn es sind nur schon für den 1. Mose 120 Botschaften, und das ist nicht jedermanns Sache ist. Doch ohne Lebensstudien ist es unmöglich, die Bilder des Alten Testamentes zu verstehen. Wer die Bibel von Anfang an zu lesen beginnt, bleibt oft im 3. Mose stecken. Viele Christen sehen den Wert der Bilder des Alten Testamentes nicht. Sie sehen das Alte Testament als eine historische Tatsache und sagen es sei zu kompliziert, die Bilder zu verstehen oder zu interpretieren. Jeder lege es anders aus. Daher sei es besser, die Finger davon zu lassen. Solch eine Haltung sollten wir nicht haben. Die Bibel sagt: „Denn alles, was geschrieben worden ist, sollten wir lernen, denn das Wort Gottes gibt uns Ausdauer, Hoffnung und ermutigt uns“ (Röm. 15,4). Wir lernen nicht nur Gott kennen, sondern lernen auch aus den Fehlern von Adam, Noah, Abraham, Isaak, Jakob etc., was ein gutes Charaktertraining ist. Paulus bestätigt, dass die alttestamentlichen Geschichten Bilder für uns sind und wir aus den Fehlern anderer lernen können. (1.Kor. 10,6) (Quelle: lifestudy 2.Mose 29,23.F1). Die Lebensstudien sind eine Sammlung aller Erkenntnisse der letzten 2000 Jahre und öffnen wie ein Schlüssel die Bilder in der Bibel, damit wir sie praktisch auf uns anwenden und geniessen können. Vor allem die britischen Brüder in England haben viel Licht über die Bilder im Alten Testament, besonders über 3.Mose, erhalten und uns weitergegeben. Witness Lee war 7 Jahren mit ihnen zusammen, hat sehr viele verschiedene christliche Literatur (auch Watchman Nee) gelesen und wie ein Filter das Beste, Leben gebende aus ihnen für uns gesammelt.
Schwierig zu verstehen ist die Bibel nicht nur, weil sie in Bildern spricht, sondern auch weil die deutsche Sprache antik ist, die Redewendungen nicht geläufig sind, der Zusammenhang oft nicht klar ist. Es ist wichtig, dass die Sprache ein heutiges Deutsch ist, denn das berührt die Herzen mehr, z.B. heisst es dann nicht, „wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen“, sondern „wenn Du so freundlich bist“.
Im Jahr 2012 realisierte ich, dass die Jugend die Geschichten der Bibel nicht kennt, aber viele andere Geschichten schon. Daher habe ich die Geschichten der Bibel so verarbeitet und besser verdaulich gemacht, dass es flüssig zum Lesen geht, die deutsche Sprache stimmt, nicht so viele Titel den Lesefluss unterbrechen, nicht so viele Wiederholungen vorkommen, und inklusive der Auslegung kurz und zum Punkt sind. Trotzdem sollte nichts Wesentliches fehlen, damit nichts verpasst wird. Wenn ein Wort unbekannt ist, wie z.B. Efod oder Quaste, habe ich zur Veranschaulichung ein Bild hinzugefügt.
Ich hoffe, dass sich viele Heilige, vor allem junge Heilige ab 12 Jahren, hingeben und weihen, um Christus nicht nur gemäss dem Neuen Testament, sondern auch gemäss der alttestamtentlichen Bildersprache zu kennen.
Ich habe vorwiegend mit den fünf deutschen Übersetzungen Neue evangelistische Übersetzungen, Einheitsübersetzung, Elberfelder, Schlachter, Gute Nachricht (www.bibelserver.com) und mit der englischen Wiedererlangungsbibel. Bei unklaren Stellen habe ich einen leitenden Bruder in Moskau angefragt, aber auch www.bibelkommentare.de und natürlich viel im Internet geforscht.
Was mir in den Lebensstudien oder Fussnoten wichtig war, habe ich als Interpretation zum Bibeltext eingepflegt. Es ist selbstverständlich, dass die Interpretation ergänzt werden kann oder muss. Ich lege die Basis und ein anderer baut darauf. Daher schätze ich es sehr, wenn Heilige miteinander koordinieren und freue mich auf weitere Inputs: ChristlicheGemeindeGuggisberg@gmail.com